Nii Jima

8. Oktober 2008

Hi!

Am Wochenende war ich, wie schon angekündigt, auf Nii Jima. Wir, d.h. drei andere Praktikanten und ich, sind am Freitag Abend direkt nach der Arbeit mit dem Werksbus aufgebrochen. Der hat uns bis zum nächsten Werk, das auf halbem Weg nach Tokio liegt, gebracht. Dort haben wir noch zwei weitere Praktikanten aufgegabelt und sind mit dem Zug weiter, direkt zu einem (!) der Hauptbahnhöfe Tokios, nämlich Ikebukuro, gefahren. Und Tokio ist ja sowas von groß… Allein dieser eine Bahnhof ist größer als die meisten Innenstädte. Ist der zweitgrößte Bahnhof weltweit, aber der größte ist auch in Tokio…

Von Ikebukuro ging’s dann mit S-, U- und Schwebebahn zum Hafen. Dort hab ich’s nicht nur geschafft innerhalb einer halben Stunde, die mir vor Ablegen der Fähre geblieben sind, einen Geldautomaten zu finden, der meine Sparkassen-Geldkarte akzeptiert und ich so die Fahrkarte bezahlen konnte,  sondern bin auch noch an einem Laden namens „Tully’s Coffee“ vorbeigekommen. Ja, dann Fähre. Mit einem wahnsinns Blick auf die Skyline von Tokio und später Yokohama. Die Bilder davon sind leider nicht besonders toll geworden, aber hier mal eins:
Tokyo Bay mit Rainbow Bridge

Den Rest der Nacht und einen Teil des Vormittags, insgesamt 11 Stunden, haben wir auf dem Schiff verbracht. War nicht sonderlich spannend: Ruhiges Meer, nichts zu sehen. Wir konnten schlafen. Ach doch, früh gab’s dann doch mal kurz was zu sehen: einen Hai beim Frühstück. Und früh dann die ersten Inseln. Als wir um neun Uhr auf Nii Jima angekommen sind, wurden wir direkt von ein paar Japanern zu frisch gefangenem, gegrillten Fisch eingeladen. Wir müssen wohl hungrig ausgesehen haben. Und ja, ich hab auch was von dem Fisch gegessen… war… ok.

Fisch auf Nii Jima

Mit gemieteten Fahrrädern haben wir dann angefangen die erschreckend bergige Insel zu erkunden: Schön! Glasklares Wasser, fast schon tropische Pflanzen auf jedem noch so kleinen Fleck, handgroße Schmetterlinge, Sandstrand, ein kleines Dorf und kein Schwein da außer uns. Schon gar keine Touristen. Wir haben’s dann auch erst mal nur einmal quer über die Insel geschafft und sind erst mal bis Mittags an diesem Strand hängen geblieben:

Nii Jima

Wenn Japan die olympischen Spiele 2012 bekommt, werden hier die Surf-Wettbewerbe stattfinden.

Der Hunger hat uns dann zurück ins Dorf auf die andere Seite der Insel getrieben. Dort haben wir Fleisch und sowas wie Brot gekauft, das wir dann an einem anderen Strand zwischen den Klippen, um etwas vor der Sonne geschützt zu sein :-P, gegrillt haben. Im Anschluss daran sind die anderen in den 50m entfernten Onsen gegangen. Onsen sind warme bzw. eigentlich eher heiße Quellen oder Bäder in die man sich zur Entspannung legt. Der hier war ein Salzwasser-Onsen mit mehreren verschieden heißen Becken auf einer Klippe direkt am Meer. Währenddessen habe ich am Strand etwas geschlafen und so haben wir verpasst wie erst ein Hund unser restliches Fleisch für’s Abendessen und dann auch noch der Pazifik unsere Kohle geklaut haben.

Den Rest des Tages haben wir dann am Strand bzw. im Onsen und im Dorf verbracht, wo wir für abends Toast (das einzige brotähnliche, das es gab) für umgerechnet 4€ die Packung gekauft haben. Joa, die Nacht und Sonntag Morgen gingen dann im Prinzip so weiter: Strand! Die zwei mitgebrachten Zelte haben wir gar nicht gebraucht, sondern konnten einfach so unter freiem Himmel schlafen. Damit konnten wir auch den Mosquitos eine Freude machen, die sich auf unseren Sonnenbränden ausgetobt haben.

Nii Jima nachts

Sonntag früh waren wir dann, wie gesagt, noch mal im Meer und im Onsen und sind dann pünktlich zum schlechter werdenden Wetter per Schiff, diversen Zügen und Taxi wieder zurück nach Tomioka gefahren.

War wirklich schön, aber durch die langen Fahrten auch sehr anstrengend. Hat sich auf jeden Fall gelohnt! Kann ich nur jedem, der mal in der Nähe ist empfehlen…

Hier gibt’s noch mehr Fotos.

Ich kauf mir demnächst auch eine Digicam, dann kann ich auch mal selber fotografieren.

Bis demnächst!

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4 Antworten to “Nii Jima”

  1. Florian said

    Hi Jan, da denkt unsereiner Japan ist total voller Menschen- dann dieser tolle Strand! Wow, very impressiv! Toller Start in das Japan-Abenteuer, finde ich.
    Ciao Florian

  2. Johannes said

    Klingt ja bis jetzt sehr spannend, dein „Urlaub“ :). Ich freu mich auch schon voll auf Japan. Hab jetzt für 16.2. gebucht. Oh das wird toll. Grüße Johannes

  3. Katrin said

    Heyho Jan!

    Geile Sache, ey… ich will da auch sein! Stattdessen sitz ich hier und versuche 13-Klässlern zu erklären, warum Wikipedia böse, böse, böse ist 😉

    Aber erkunde ruhig weiter, dann kannst du uns alles zeigen, wenn wir dann kommen =)

  4. Katrin said

    tststs, kaum in Japan , schon ein Fahrrad geklaut… da kommt die Erlanger Mentalität raus…^^

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