Tokyo wieder mal

18. November 2008

Hi,

Also ich hab versprochen wieder mal was zu schreiben und da ich die letzten zwei Wochenenden mehr oder weniger komplett in Tokyo verbracht habe, beitet es sich irgendwie an darüber zu schreiben.

Am ersten Wochenende sind wir erst Samstag früh losgefahren und konnten so auch mal ausgeruht etwas unternehmen. Zufällig fand das größte asiatische Kunstfestival, Design Festa, statt. Dort haben über 7000 Künstler alles mögliche präsentiert: Bilder jeder Art, Musik und eigentlich alles was irgendwie als Kunst durch geht. Oft auch einfach nur sich selbst. Von naja bis seeeehr seltsam war eigentlich alles dabei, z.B. eine japanische Symphonic Power Metal Band… hui… viele als Prinzessinen, Mäuse, Transformers oder Zombies verkleidete Menschen… seltsame Modenschauen… ein Stand, der Leichenzerstückelungssets verkauft hat… ja, das….. naja und 1000 andere Dinge. Japanischer geht’s wohl kaum… Hab leider nur ein paar Fotos:


Abends hatten wir für die Eisbar in Roppongi reserviert. Das ist eine Bar, wie der Name schon sagt, komplett aus Eis. Von der Theke über die Wände und die Sitzmöglichkeiten bis zu den Gläsern alles Eis! Dafür bekommt man einen 45 minütigen Slot zugeteilt in dem man sich dort aufhalten darf. Vorausgesetzt man bezahlt die knapp 30€ Eintritt und hält die Kälte so lange aus, denn dort hat es gerade mal -5°C… Für die Besuchsdauer bekommt man aber einen funky Mantel mit Handschuhen geliehen, so dass man doch halbwegs warm bleibt. Wir sind trotzdem nur eine halbe Stunde geblieben, da sehr wenig los war und, naja, es war doch irgendwie kalt… lohnt sich aber auf jeden Fall!

Den Rest des Abends waren wir in Roppongi unterwegs, das ist das Viertel Tokyos mit dem höchsten Ausländeranteil und das merkt man auch sehr deutlich. Sehr viele Amis und Australier und daher viele Schilder, Speisekarten, etc. auf Englisch! Und es gibt unendlich viele Bars und Clubs. Die lassen sich prinzipiell in zwei Kategorien unterteilen: Entweder man bezahlt 25-40€ Eintritt oder man MUSS immer ein gefülltes Glas in der Hand haben und das wird im 10 Minuten Takt kontrolliert. Um zu vermeiden, dass wir so viel Eintritt bezahlen und es uns dann dort nicht gefällt, haben wir uns für die letztere Variante entschieden. So sind wir dann in verschiedenen Läden namens Gas Panic oder Motown House gelandet, wobei die Namen absolut nichts mit dem Rest zu tun zu haben scheinen. Tja und nachdem in Tokyo die Bahnen auch am Wochenende nur bis 1 Uhr fahren haben wir so bis früh um 5 die Nacht verbracht. In einem Zug der Yamanote-Linie, die praktischerweise im Kreis fährt, konnten wir dann immerhin ein paar Stunden schlafen.

Sonntag Vormittag haben wir mal kurz am Kaiserpalast vorbei geschaut, wobei man davon leider kaum etwas sieht. Allerdings kann man sich kostenlos Fahrräder ausleihen und auf einer festgelegten Strecke ein Stück entlang fahren. Lustig war, dass an jeder Kurve/Absperrung/Ampel (die Straße ist Sonntags gesperrt, die Ampeln laufen aber trotzdem) ein Mensch mit Pfeife stand, der einem zeigt wo man hinfahren soll. Nämlich den Pfeilen hinterher. Und man bekommt auch geholfen zu erkennen, wann die Ampel grün wird. Das ist Service. 🙂

Ja, anschließend haben wir’s dieses mal auf das Metropolitan Building in Shinjuku geschafft. 50 Stockwerke hoch und weit und breit nur Tokyo… Leider war das Wetter nicht so toll, normalerweise kann man von dort wohl bis zum Fuji sehen.


Tja und dann todmüde auf den Bus warten und heim fahren.

Joa, letztes Wochenende war im Prinzip ähnlich, nur dass wir dieses mal, jetzt nur noch zu zweit, mit den Praktikanten aus einem anderen Werk in einem Eintritt-Club waren. War auch ganz nett. 🙂
Vorher waren wir noch kurz auf Odaiba, einer künstlich angelegten Insel in der Tokyo Bay. Dort gibt’s diverses Vergnügungs- und Einkaufs-Zeugs, aber wir hatten leider nicht wirklich viel Zeit dort. Aber um uns noch mal kurz an den Strand vor der Rainbow-Bridge zu setzen hat die Zeit dann doch noch gereicht…

Ach ja und in New York waren wir auch noch kurz:

Aber jetzt genug von mir und Tokyo, was treibt ihr denn alle so?

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Tomioka

5. November 2008

Hallo,

Wie der Johannes schon richtig bemerkt hat war letztes Wochenende nicht wirklich viel los. Wir haben’s während der Woche irgendwie verplant was zu organisieren und das ist hier nun mal leider notwendig, wenn man am Wochenende etwas unternehmen will. Also bin ich in Tomioka geblieben und habe mir hier die Gegend mal ein bißchen angeschaut.

Den größten Teil des Samstags sind die anderen zwei und ich mit den Fahrrädern unterwegs gewesen. Neben vielen Golfplätzen – bestimmt 10! – konnten wir den Gunma Safari Park erreichen, durften und wollten aber mit unseren Fahrrädern nicht rein. Stattdessen sind wir zu einem Stausee in der Nähe gefahren. War auch echt schön da, viele Berge, viele Angler, viel Natur, viel Wasser, viel Sonne. Hier muss ich jetzt einfach mal erwähnen, dass es inzwischen Anfang November ist und mehr als ein T-Shirt ist wärmemäßig selten notwendig…

Ja, das war eigentlich schon der ganze Samstag. Der Rest war schlafen, rumhängen, einkaufen. Also nichts spannendes.

Am Sonntag sind wir dann noch mal mit den Rädern los. Diesmal zu einer Driving Range, von denen fast immer eine in Sichtweite ist, egal wo man sich aufhält. Golfen scheint hier sehr beliebt zu sein. Insofern war es ganz gut, dass dort außer uns niemand war und wir so ungestört und unausgelacht an den Golfbällen vorbei schlagen konnten. Hat aber trotzdem Spaß gemacht und war noch dazu verhältnismäßig billig.

Anschließend sind wir zurück zum Dormitory und haben dort bis abends gegrillt. Und wow, gibt’s hier gutes Fleisch! Und wow, war das viel…

So und weil einige von euch gefragt haben, wie ich wohne, hier jetzt mal ein paar Bilder meines Zimmers und des Dormitorys:

Das ist das Dormitory, rot eingekreist ist mein Zimmer.

Mein Zimmer. Inzwischen sogar mit ein paar Möbeln.


Und der Blick vom Balkon vor meinem Zimmer.

Und zum Schluss noch ein Gemüseautomat.

Mehr Tomioka-Bilder gibt’s hier.

Und als Nachtrag auch noch ein paar wenige Bilder vom Fuji-Trip hier.

Ciao!