Nikko is Nippon…

4. Dezember 2008

… steht dort zumindest überall. Ob das wirklich mehr Japan ist als Tokyo ist schwer zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Teil!

Aber von Vorne: Vergangenes Wochenende habe ich in Nikko verbracht. Das ist eine kleine Stadt nördlich von Tokyo, bei (japanischen) Touristen berühmt für seine vielen großen Schreine und die wirklich sehr schöne Natur. In letzterer haben wir praktisch den kompletten Samstag verbracht. Dazu ging’s von unserem Hostel aus zuerst mit dem Bus rauf in die Berge bis auf ca. 1500m. Das Wetter war mehr oder weniger gut. Mehr weil’s nicht geregnet hat, weniger weil’s ziemlich bewölkt war. Bei Sonnenschein muss das alles noch viel toller sein. Dementsprechend viel/wenig haben wir bei unserer ersten Station auf einem Aussichtspunkt den Ausblick genießen können. Hier ging’s mit einer kleinen Seilbahn nach oben und von dort konnte man auf der einen Seite des Berges das Tal sehen, in dem Nikko liegt und auf der anderen Seite den Lake Chuzenji und die Kegon Falls.

Danach sind wir zu besagtem See weiter gefahren und dort ein Stück entlang gelaufen. Nämlich genau bis zum ehemaligen Sitz der italienischen Botschaft. Das Gebäude gehört heute Japan und ist für Besucher geöffnet. Dort kann man sich auf Sofas setzen, gratis Tee trinken und auf den See schauen. Schon nicht schlecht, was die Herren Botschafter sich da geleistet haben…

Ja, dann den selben Weg zurück, ein paar freilaufenden Affen zuschauen und mit dem Bus weiter zu den nächsten Wasserfällen. Wobei das eher ein relativ steiler Bach ist.. oder sowas. Anschließend wollten wir eigentlich weiter zu den nächsten größeren Wassererfällen, aber leider wurde es da schon langsam dunkel. Stattdessen sind wir dann noch das letzte Stück der Buslinie gefahren und sind in einem kleinen Ort mit lauter leeren Hotels angekommen. Nach einigem Rumrennen im Schnee und keiner Auskunft in der Touristeninformation sind wir dann in einem der Hotels in einen Onsen, der direkt von einer nahen, dem Geruch nach seeehr schwefelhaltigen, heißen Quelle gespeist wurde. Sauheiß und stinkend aber seeehr entspannend.

Der Bus hat uns dann wieder zurück nach Nikko gebracht, wo wir erst in einem richtig guten koreanischen „Restaurant“ (3 Tische, davon einer von den Besitzern belegt) essen waren und dann zurück zu unserem Hostel gelaufen sind.  Das Hostel ist etwas außerhalb, wird von buddhistischen Mönchen geführt (davon bekommt man aber eigentlich nichts mit) und es gibt dort die Spezialität Nikkos zu essen: In Streifen geschnittene Milchhaut, die bei der Entstehung von Tofu entsteht… Das konnte ich mir aber gerade noch verkneifen. Abends war ich dann Teil einer extrem internationalen Runde: Jeweils eine Person aus Australien, England, Kanada, Frankreich, Italien, Japan und wir zwei Deutschen. War wirklich lustig. Der Italiener und der Kanadier waren auch noch zufällig bei uns im Zimmer einquartiert und so sind wir mit denen am Sonntag auch noch eine Zeit lang bei den Schreinen herumgelaufen.

Apropos Schreine: Viele, viele, viele! Und einer schöner und größer als der andere. Und das bei strahlendem Sonnenschein mitten im Wald. Hier war dann ausnahmsweise auch mal richtig was los, so dass man an vielen Sehenswürdigkeiten nur kurz vorbeigeschoben wurde. Z.B. stammen die drei berühmten Affen (Hear no evil, speak no evil, see no evil) aus Nikko. Das wusste ich vorher auch nicht. Und die sind nur ein verhältnismäßig kleines Relief in der riesigen Schreinanlage. Ach ja, einige der Schreine Nikkos gehören zum Weltkulturerbe.



Eigentlich hätte ich noch ca. 100 Bilder irgendwelcher Schrein, Tempel und Mausoleen, aber naja, im Prinzip sehen die auch nicht viel anders aus.

So, pünktlicherweise ist jetzt auch die Waschmaschine fertig… also ciao!

Edit: Und auf besonderen Wunsch kommt man jetzt auch direkt unter http://www.jantully.de zum Blog… Weils weniger zu schreiben ist…

3 Antworten to “Nikko is Nippon…”

  1. Johannes said

    Ja sieht alles sehr hübsch und folkloristisch aus. 😀 Das ist also das traditionelle Japan… mit seinen Seilbahnen. 😀

  2. Florian said

    Hmmmmm, in Streifen geschnittene Milchhaut- das wär was für Deinen Vater! Vielleicht ist dem mittleren Affen einfach nur übel davon?

  3. Marianne said

    Hmmmmm, Milchhaut auf Butterbrot und dann Zucker drüber, das ist soooo lecker. Ich mochte das immer sehr gerne ;-)). Nur Deine Reiseberichte sind besser, keine Frage. Es ist so, als sei man mit dabei. Schön und Danke! Liebe Grüße Marianne

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